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Neuer Betreiber für Pannen-Atommülllager Asse

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Neuer Betreiber für Pannen-Atommülllager Asse

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Nach den Pannen im deutschen Atommülllager Asse II gibt es eine erste Konsequenz: Die Zuständigkeit für das Lager wird dem bisherigen Betreiber, dem Münchner Helmholtz-Zentrum, entzogen. Stattdessen ist künftig das Bundesamt für Strahlenschutz zuständig – und damit das Umweltministerium.

Asse wird somit in Zukunft nicht mehr als Forschungseinrichtung, sondern als Atommüll-Endlager behandelt, unter wesentlich strengeren Vorschriften. “Daher ist es folgerichtig”, sagt Annette Schavan, die Bundesforschungsministerin,
“dass wir das weitere Verfahren unter Atomrecht führen und nicht weiterhin unter Bergrecht.”

Löchrig wie ein Schweizer Käse, so nennt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel das frühere Salzbergwerk. Vor gut vierzig Jahren begann hier, bei Wolfenbüttel in Niedersachsen, die Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall.

In Asse sollte erforscht werden, ob sich Salzstöcke dafür eignen. Seit längerem sammelt sich in dem Schacht aber radioaktive Lauge, die das Grundwasser verseuchen könnte. Auch weitere schwere Mängel wurden bekannt. In den nächsten Wochen soll entschieden werden, was mit dem Atommüll geschehen wird – herausholen oder unter Tage versiegeln.