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Parlamentswahl in Angola

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Parlamentswahl in Angola

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In Angola wird an diesem Freitag ein neues Parlament gewählt. Die wegen eines Bürgerkriegs mehrfach verschobene zweitägige Parlamentswahl ist die erste seit 1992. Als aussichtsreichste Partei gilt die MPLA des seit 29 Jahren regierenden
Präsidenten José Eduardo dos Santos. Ihr Sieg gilt als so gut wie sicher. Dos Santos bezeichnete sprach von einem Angola für alle als wichtigstes Ziel seiner Partei.

Rund 8,3 Millionen Wahlberechtigte können unter knapp 5.200 Kandidaten von 14 Parteien die 223 Abgeordneten des Parlaments bestimmen. In dem OPEC-Staat ging 2002 einer der längsten Bürgerkriege Afrikas mit mehr als einer halben Million Toten zu Ende. Seit dem Ende des Konflikts ist Angola auf dem Weg zur an Öl und Diamanten reichen Regionalmacht und hat die weltweit höchsten Wachstumsraten.

Die UNITA des bei einem Gefecht erschossenen Ex-Rebellenchefs Jonas Savimbi ist die stärkste Oppositionspartei. Sie wie auch ausländische Menschenrechts-Experten werfen der MPLA im Wahlkampf massive Repression der Opposition vor. Oppositionsführer Isaias Samakuva sagte, die MPLA sei nunmehr seit 33 Jahren an der Macht und sie habe nicht getan, was das Volk wolle. Jetzt gebe es eine Alternative, man werde es versuchen.