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Parlamentswahl in Angola zwischen Chaos und Hoffnung

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Parlamentswahl in Angola zwischen Chaos und Hoffnung

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In Angola wird ein neues Parlament gewählt – zum ersten Mal seit 16 Jahren. Mehr als acht Millionen Bürger des südwestafrikanischen Staates können ihre Stimme abgeben – falls ihr Wahllokal geöffnet ist.

Zum Wahlbeginn sprachen EU-Beobachter von einem Chaos, ähnlich UNITA, die wichtigste Oppositionspartei. Ihr Vorsitzender Isaias Samakuva beklagte, die Regierungspartei habe über mehr Mittel und Medienaufmerksamkeit verfügt.

Und tatsächlich bestehen kaum Zweifel am Sieg der MPLA von Präsident José Eduardo dos Santos, der seit fast drei Jahrzehnten regiert. Fast ebenso lange dauerte der Bürgerkrieg, der nach der Unabhängigkeit von Portugal 1975 ausbrach: Bis vor sechs Jahren haben sich beide Seiten blutig bekämpft.

Dass sie nun demokratisch miteinander umgehen hofft ein Beobachter der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft. Verglichen mit dem Präsidentschaftswahl-Debakel von 1992 seien die Eindrücke positiv, die Stimmung ruhig.

Angola ist der größte Öl-Exporteur Afrikas. Doch vom Reichtum profitiert die Mehrheit der Wähler nicht. Bis Samstagabend können sie ihre Stimme abgeben. Mit dem Ergebnis wird erst in der kommenden Woche gerechnet.