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Spanien will gegen Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte vorgehen

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Spanien will gegen Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte vorgehen

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Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit will die spanische Regierung einen härteren Kurs gegenüber der legalen Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte einschlagen. Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums sagte, es würden vom kommenden Jahr an keine Visa mehr für Immigranten ausgestellt, die Hilfsarbeiten ausführten, etwa für Erntehelfer und Hilfskräfte in der Gastronomie. Mihaela Radu ist Erntehelferin. Sie sagt, sie arbeite seit sieben Jahren in Spanien. Als sie hergekommen sei, hätten nur wenige Spanier hier gearbeitet. In den vergangenen Jahren seien es nur noch Ausländer gewesen, sie halte die derzeitige Situation für unfair. Allein in diesem Jahr wurden in Spanien 88.000 Arbeitsverträge mit Immigranten im Niedriglohnsektor abgeschlossen. Im vergangenen Jahr kamen 180.000 Arbeiter aus dem Ausland. Almudena Fontecha von der Gewerkschaft sagt, die Arbeitslosigkeit vertrage sich durchaus mit den abgschlossenen Arbeitsverträgen. Die Gewerkschaften stimmten damit überein, dass man deren Zahl regulieren könne – doch letztlich werde der Arbeitsmarkt das Problem regeln. Spaniens Regierungschef Jose Luis Rodriguez hatte nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2004 die Legalisierung von rund 700.000 illegalen Einwanderern angekündigt. Jetzt macht seine Regierung eine Kehrtwendung in der Frage.