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Spanische Regierung geht nicht gegen Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte vor

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Spanische Regierung geht nicht gegen Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte vor

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Entgegen ursprünglicher Aussagen will die spanische Regierung nicht offiziell gegen die legale Anwerbung von Arbeitskräften im Ausland vorgehen. Zunächst hatte es geheißen, dass angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit vom kommenden Jahr an keine Visa mehr für Immigranten ausgestellt würden, die Hilfsarbeiten ausführten, etwa für Erntehelfer und Hilfskräfte in der Gastronomie. Die stellvertretende Regierungschefin Maria Teresa Fernandez de la Vega sagte, es würden auch weiterhin Arbeitskräfte in deren Heimtländern angeworben, wenn es Bedarf gebe. Auf jeden Fall werde es weiter Saisonarbeiter geben. Deren Anwerbung werde ohnehin von den Unternehmen, den Regionalregierungen, den Gewerkschaften und den regionalen Verwaltungen geregelt – und daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern. Allein in diesem Jahr wurden in Spanien 88.000 Arbeitsverträge mit Immigranten im Niedriglohnsektor abgeschlossen. Im vergangenen Jahr kamen 180.000 Arbeiter aus dem Ausland. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,4 Prozent, das sind 2,5 Millionen Arbeitslose. Im kommenden Jahr rechnen die Behörden mit 12,5 Prozent. Arbeitsminister Celestino Corbacho hatte gestern angekündigt, von 2009 an würden deshalb keine Anwerbungen von Arbeitskräften im Ausland mehr erlaubt und damit für Aufregung bei Unternehmern und Gewerkschaften gesorgt.