Eilmeldung

Eilmeldung

Parlamentswahl in Angola nach Unstimmigkeiten fortgesetzt

Sie lesen gerade:

Parlamentswahl in Angola nach Unstimmigkeiten fortgesetzt

Schriftgrösse Aa Aa

In Angola ist die Parlamentswahl fortgesetzt worden. In der Provinz Luanda öffneten mehr als 300 Wahllokale. Die ursprünglich für zwei Tage angesetzte Wahl sollte zunächst auf einen Tag verkürzt werden.

Doch wegen geschlossener Lokale und fehlender Listen konnte nicht jeder seine Stimme abgeben – nach Ansicht der italienischen EU-Abgeordneten Luisa Morgantini, Leiterin der 120-Mann starken EU-Delegation, wurde vor allem in Luanda gegen geltendes Recht verstoßen. In der Hauptstadt-Provinz lebt jeder Fünfte der gut acht Millionen Wahlberechtigten.

Die UNITA-Partei von Oppositionsführer Isaias Samakuva legte Beschwerde ein und forderte eine Wiederholung der Wahl. Sie hatte bereits im Vorfeld über Behinderungen geklagt.

Doch am Wahlsieg der MPLA von Präsident José Eduardo dos Santos bestehen kaum Zweifel. Er regiert das Land seit fast dreißig Jahren. Fast ebenso lange währte der Bürgerkrieg zwischen beiden Lagern, der erst 2002 ein Ende fand. Die erste Wahl seit 16 Jahren gilt als Test für den jungen Frieden im ölreichen Angola.