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Streik bei Boeing: Weitere Verzögerungen beim Dreamliner befürchtet

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Streik bei Boeing: Weitere Verzögerungen beim Dreamliner befürchtet

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Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen sind beim US-Flugzeugbauer Boeing zahlreiche Arbeiter in einen Streik getreten. Die größte Gewerkschaft bei dem Konzern hatte ihre insgesamt 27.000 Mitglieder aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Der bisherige Vertrag war in der Nacht ausgelaufen. Die Konzernleitung hatte zuletzt elf Prozent mehr Geld und Sonderzahlungen angeboten. Die Gewerkschaften forderten 13 Prozent mehr Lohn und Gehalt und zusätzlich Arbeitsplatzgarantien.

Die Streikenden sind zuversichtlich: “Ich muss meine Rechnungen vom Ersparten bezahlen”, klagt ein Arbeiter in Everett in Washington. “Die Rechnungen nehmen kein Ende, aber die von Boeing auch nicht: Und die kostet der Streik viel mehr als mich!”

Bestreikt werden Werke in den Bundesstaaten Kansas, Oregon und Washington. Betroffen ist auch der neue Dreamliner. Das Vorzeigemodell, bereits stark im Verzug, droht so, weitere Verspätung einzufliegen. Und die könnte Boeing nach Schätzungen von Experten pro Tag rund 60 Millionen Euro kosten.

Weitere Verhandlungsrunden sind zunächst nicht angesetzt. Vor drei Jahren streikten die Arbeiter fast einen Monat lang.