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Hurrikan "Ike" prallt auf kubanische Küste - Hunderttausende Menschen bedroht

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Hurrikan "Ike" prallt auf kubanische Küste - Hunderttausende Menschen bedroht

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Mit Windgeschwindigkeiten von knapp 200 Stundenkilometern hat Hurrikan “Ike” am Sonntag den Osten Kubas erreicht. Die Sturmwinde trieben meterhohe Wellen gegen die Küste, das Auge des Sturms schob sich weiter landeinwärts. In Kuba waren bereits im Vorfeld rund 800.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Im größten Teil der Insel galt die höchste Alarmstufe.

Im Badeort Varadero 120 Kilometer östlich von Havanna begann man, rund 13.000 Touristen in Sicherheit zu bringen. Viele von ihnen sind verunsichert und ängstlich. “Ich weiß nicht, was ich tun soll”, meint eine Frau aus Kanada. “Ich habe so etwas noch nie erlebt. Ich glaube, ich sollte zum Hotel zurückgehen, ich beginne, mich zu fürchten.” Und ihr Sohn ruft: “Lass uns hier verschwinden!” Meteorologen erwarteten, dass “Ike” Kuba durchquert und sich dabei etwas abschwächt, bevor er in den Golf von Mexiko gelangt.

Auch in Haiti hinterließen Ausläufer von “Ike” eine Spur der Verwüstung, obwohl der Sturm gar nicht direkt über die Insel hinwegzog. Rund 50 Menschen starben bei Überschwemmungen. Insgesamt kamen in Haiti seit Mitte August mehr als 300 Menschen durch die Wirbelstürme “Fay”, “Gustav”, “Hanna” und “Ike” ums Leben, Hunderte weitere werden vermisst.