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"Ike" trifft in Kuba ein

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"Ike" trifft in Kuba ein

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Der Hurrikan “Ike” ist am Sonntagabend im Osten Kubas mit voller Kraft aufs Land geprallt. Seine Sturmwinde von 194 Stundenkilometern trieben meterhohe Wellen gegen die Küste.

Nach Angaben des kubanischen Wetterdienstes schob sich das Auge des Sturmes über die Küste landeinwärts. Wegen des als sehr gefährlichen geltenden Wirbelsturmes, der nach Berechnungen der Meteorologen von Ost nach West über einen großen Teil der Insel ziehen wird, wurden in Kuba bislang 800.000 Menschen in Sicherheit gebracht. In Haiti, das ebenso wie die Dominikanische Republik und Teile der Bahamas von den Ausläufern des Sturmes getroffen wurde, stieg indessen die Zahl der Unwetter-Toten weiter an. In der Stadt Cabaret rund 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince ertranken 47 Menschen. Der Regen liess den Fluss Bretelle über die Ufer treten. Die ganze Stadt wurde überflutet.

Viele der Leichen seien in Häusern gefunden worden, wohin die Menschen flohen, als das Wasser kam. Damit sind in Haiti seit Mitte August durch die Wirbelstürme “Fay”, “Gustav”, “Hanna” und “Ike” bisher mindestens 323 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Personen gelten als verschollen.