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Bush plant bis Jahresende keinen größeren Truppenabzug aus dem Irak

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Bush plant bis Jahresende keinen größeren Truppenabzug aus dem Irak

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Die USA wollen wenigstens vorerst an ihrer derzeitigen Irak-Strategie festhalten. In einer vorab veröffentlichten Rede von US-Präsident George W. Bush vor der National Defense University heißt es, bis zum Ende von Bushs Amtszeit werde es keinen größeren Truppenabzug geben. Erst im Februar 2009 sollen rund 8.000 Soldaten nach Hause geholt werden. Derzeit sind mehr als 140.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Beobachter gehen davon aus, dass Bush eine erneute Verschlechterung der dortigen Lage vor dem Ende seiner Amtszeit auf jeden Fall verhindern möchte.

Gleichzeitig will Bush die Truppen in Afghanistan um rund 4.500 Mann verstärken. Im November soll ein Bataillon der Marineinfantrie in das Land geschickt werden, im Januar eine Kampfbrigade.

Zudem wollen die USA Vorwürfe wegen zahlreicher ziviler Opfer bei einem Luftangriff Ende August vom Zentralkommando untersuchen lassen. Laut der afghanischen Regierung waren bei dem Angriff 90 Zivilisten getötet worden, darunter 60 Kinder. Die US-Armee hatte nur von sieben zivilen Opfern gesprochen.