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Italienische Regierungspolitiker relativieren Faschismus

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Italienische Regierungspolitiker relativieren Faschismus

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Italiens rechtsnationaler Verteidigungsminister Ignazio La Russa hat mit Aussagen zum Faschismus für Empörung gesorgt – nur einen Tag, nachdem auch der römische Bürgermeister Gianni Alemanno im gleichen Zusammenhang in die Kritik geraten war. Bei einem Festakt zu Ehren jener Antifaschisten, die gefallen waren, als sie Rom gegen die Deutschen verteidigten, erinnerte La Russa, auch an das Fallschirmjägerregiment “Nembo”, das gemeinsam mit den Deutschen gegen die Aliierten gekämpft hatte.

Tags zuvor hatte Bürgermeister Alemanno gesagt, der Faschismus sei nicht “unbedingt schlecht” gewesen – lediglich die Rassengesetze seien ohne Vorbehalt zu verurteilen. Präsident Giorgio Napolitano rief die beiden Politiker zur Ordnung, indem er daran erinnerte, dass die italienische Republik aus Widerstand und Befreiung hervorgegangen, und der Antifaschismus daher ein konstitutioneller Wert sei. Sowohl Verteidigungsminister La Russa als auch Bürgermeister Alemanno gehören dem rechten Flügel der Partei Alleanza Nazionale an – die aus der Faschistischen Partei des ehemaligen Diktators Benito Mussolini hervorgegangen ist.