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Russland will Vertreter aus Abchasien und Südossetien zu Beratungen in Genf laden

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Russland will Vertreter aus Abchasien und Südossetien zu Beratungen in Genf laden

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Die abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien sollen an den geplanten Gesprächen in Genf teilnehmen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, Vertreter der beiden Provinzen müssten einen Platz am Verhandlungstisch bekommen. Am 15. Oktober soll in Genf über die Flüchtlingsfrage und die Sicherheit in der Region beraten werden – und vor allem über den künftigen Status von Abchasien und Südossetien, die bislang nur von Russland und Nicaragua als unabhängige Staaten anerkannt wurden.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew betonte bei seinem Treffen mit EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy am Montag, für Russland sei die Anerkennung der Republiken nicht umkehrbar. Medwedew und Sarkozy einigten sich darauf, dass die russischen Streitkräfte binnen eines Monats aus dem georgischen Kerngebiet abziehen und durch 200 EU-Beobachter ersetzt werden. Bei seinem anschließenden Besuch in Tiflis sagte Sarkozy dem georgischen Präsídenten Michail Saakaschwili die weitere Unterstützung der EU zu. Saakaschwili erklärte, er habe der EU Beweise dafür übergeben, dass nicht Georgien, sondern Russland den Krieg im Südkaukasus begonnen habe.