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CERN-Beschleuniger: Anlage der Superlative

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CERN-Beschleuniger: Anlage der Superlative

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Seit gut zwanzig Jahren haben die Wissenschaftler des CERN-Instituts an dem Milliardenvorhaben geplant und gebaut: Entstanden ist eine Anlage der
Superlative – der LHC oder Large Hadron Collider.

Sein Tunnel – in hundert Metern Tiefe, im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich – ist luftleer, die Teilchen erreichen in der Röhre praktisch Lichtgeschwindigkeit.

Angetrieben und gelenkt wird der Teilchenstrahl von Tausenden supraleitenden Elektromagneten. Diese Magneten müssen auf minus 271 Grad abgekühlt werden – fast auf den absoluten Nullpunkt.

Noch nie konnte man Teilchen mit einer solchen Geschwindigkeit und Energie zusammenprallen lassen. Dadurch sollen Bedingungen entstehen wie unmittelbar nach dem Urknall.

Nach dem heutigen Stand der Forschung macht unsere sichtbare Welt nur einen kleinen Teil des Universums aus: In Genf wollen die Forscher nun mehr über den großen Rest erfahren.