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Moskaus beginnt Rückzug - Wut und Erleichterung in Georgien


Georgien

Moskaus beginnt Rückzug - Wut und Erleichterung in Georgien

Russland hat seinen Abzug aus dem georgischen Kerngebiet begonnen – zur Erleichterung der Georgier in Ganmukhuri an der Grenze zum abtrünnigen Abchasien. Russische Soldaten, so hatten georgische Medien berichtet, sollen hier die Schule angezündet haben.

Gleichzeitig entlädt sich die Wut darüber, dass Russland die Statusfrage auf militärische Weise klärt: 7600 russische Soldaten sollen in Abchasien und Südossetien stationiert werden, drei mal mehr als zuvor. In den Pufferzonen und dem Rest Georgiens werden ab Oktober 200 internationale Beobachter patrouillieren.

Je mehr, desto besser, so Russlands Präsident Dmitri Medwedew, der auch diplomatisch Fakten schaffte und Beziehungen mit den abtrünnigen Gebieten aufnahm. Die Mission halte Georgien von “Dummheiten” ab.

Die Stationierung widerspricht dem Sechs-Punkte-Plan. Sollte es dabei bleiben, will die EU die Partnerschaftsgespräche mit Moskau nicht wieder aufnehmen.

Tiflis betrachtet die Gebiete unbeirrt als sein Staatsgebiet: Es gehe um einen Konflikt in zwei georgischen Regionen, so der mit der Wiedereingliederung betraute Minister Temur Iakobashvili. Dass Moskau Abchasien und Südossetien auf den Verhandlungstisch bringe, sei unakzeptabel.

Welchen Spielraum es da im Oktober bei den Genfer Gesprächen geben kann, ist fraglich. In Tiflis wächst derweil auf Präsident Michail Saakaschwili der Druck. Teile der Opposition forderten erstmals seit Ausbruch des Konflikts seinen Rücktritt.

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