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Afghanistan - unsicherer als vor Jahren am 7. Jahrestag der Anschläge vom 11. september

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Afghanistan - unsicherer als vor Jahren am 7. Jahrestag der Anschläge vom 11. september

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Amerikanische Soldaten beten.
In Afghanistan. Von hier gingen die Planungen für die Anschläge vom 11. September aus – meint man zumindest heute zu wissen. Sieben Jahre danach ist das Land wieder so unsicher, daß die Soldaten auch beim Gebet das Gewehr immer griffbereit halten.

Fast sieben Jahre, nachdem eine US-geführte Allianz die fanatisierten Taliban vertrieben hatte, fehlt dem Land nicht so dringend wie Frieden uns Sicherheit.

Trotz der enormen Streitmacht von 30.000
US-Soldaten und weiteren 40.000 Mann in den NATO-geführten ISAF-Truppen.
Allein 2007 hatte die ISAF 525 Gefallene zu beklagen.

Die westlichen Truppen werden immer häufiger aus dem Hinterhalt angegriffen.
Erst im August starben 10 französische Soldaten und auch die deutsche Bundeswehr mußte schon Zinksärge heimholen.

Am beunruhigendsten aber sind die Nachrichten aus den Stammesgebieten.
Dort sind die Taliban zurück.
Und zwar nicht mehr nur direkt im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan, in das ohnehin nie Truppen der Anti-Terror-Allianz vorgedrungen waren.
Sie liefern den westlichen Truppen schon regelrechte Gefechte.
Nachdem in Pakistan der “bevorzugte Verbündete der USA im Kampf gegen den Terror”, Präsident Musharraf gestürzt wurde, können sich die Taliban im Grenzgebiet sicherer fühlen als je zuvor.
Stolz zeigen sie, wieviel Zulauf sie haben von islamischen Fanatikern aus aller Welt.

Zum Jahrestag werden auch wieder die Stimmen lauter, die der Bush-Administration vorwerfen,
sie führe den falschen Krieg.
Im Irak, der, wie sich später herausstellte, nichts mit den Anschlägen vom 11. September zu tun hatte, werden seit Jahren jene Truppen gebunden, die in Afghanistan fehlen.
Da nun erstmals eine gewisse Beruhigung der Lage im Irak zu verzeichnen ist mit deutlich weniger al-Kaida-Anschlägen in den letzten Monaten, hat US-Präsident George W. Bush den Abzug von 8.000
Soldaten angekündigt – und im gleichen Atemzug die Aufstockung des Afghanistan-Kontingents. Er sagte vor 2 Tagen:
“ As we learned in Iraq the best way to restore the confidence of the people is to restore basic security, and that requires more troops. I´m announcing today additional american troops deplayment to Afghanistan.!

Mehr Sicherheit, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen.
Genau daran fehlt es in Afghanistan.
Und wenn dann die westlichen Truppen versehentlich auch noch Zivilisten töten, dann wächst statt Vertrauen nur Haß.