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Verworrene Lage in Thailand

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Verworrene Lage in Thailand

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Thailands Armee hat die Regierung aufgefordert, den Ausnahmezustand aufzuheben. Dieser Ausnahmezustand gilt seit gut einer Woche in der Hauptstadt Bangkok; der Armeechef kritisiert, das Land nehme dadurch Schaden.

Die politische Krise dauert an; in ihrem Zentrum steht Samak Sundaravej, der Regierungschef. Vor drei Tagen musste er zurücktreten, wegen seiner Auftritte in einer Fernsehkochshow. Er hatte dafür Geld bekommen – für das Verfassungsgericht eine verbotene Nebentätigkeit.

Fast war das ein lächerlicher Rücktrittsgrund, nachdem ein Oppositionsbündnis ihn schon lange stürzen wollte. Ihr Vorwurf: Samak sei nur ein Strohmann für seinen Vorgänger, den das Bündnis vor zwei Jahren gestürzt hatte.

Das Parlament wählt heute einen Nachfolger für Samak. Um die Verwirrung vollständig zu zu machen, könnte das auch Samak selbst sein: Seine Partei, die im Parlament eine deutliche Mehrheit hat, hat ihn für die Abstimmung aufgestellt, er hat angenommen. Das Oppositionsbündnis will jedoch als neuen Regierungschef weder ihn noch einen anderen aus seiner Partei akzeptieren.