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Neuer Milliardendeal in Deutschland: Deutsche Bank steigt bei Postbank ein

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Neuer Milliardendeal in Deutschland: Deutsche Bank steigt bei Postbank ein

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In Deutschland hat die Konsolidierung der Finanzbranche einen neuen Höhepunkt erreicht. Für fast 2,8 Milliarden Euro steigt die Deutsche Bank bei der Postbank ein. Mit diesem Schritt blockiert sie einen Kapitaleintritt der spanischen Bank Santander, die ebenfalls ein Auge auf die Postbank geworfen hatte.

Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann:
“Die Deutsche Bank wird aufgrund der heutigen Beschlüsse einen Minderheitsanteil an der Postbank von 29,75 Prozent erwerben und wird damit zu ihrem grössten Aktionär.” Die Deutsche Post will sich nun auf ihr Kerngeschäfte, die Logistik und den Briefbereich, konzentrieren.

Damit steigt in der Finanzbranche in Deutschland der zweite Milliardendeal binnen zwei Wochen. Die Deutsche Bank will mit der Operation zur unangefochtenen Nummer eins werden. Nach einer zu einem späteren Zeitpunkt geplanten Mehrheitsübernahme hätte das fusionierte Institut rund 28 Millionen Kunden, deutlich mehr als Commerzbank und Dresdner Bank zusammen.

Im Gegensatz zum Abbau von 9000 Stellen bei Commerzbank und Dresdner sollen bei Postbank und Deutscher Bank alle Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Gewerkschaft ver.di befürchtet allerdings, dass
“mittelfristig eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr” geraten wird. Die deutsche Regierung begrüßte die Annäherung der beiden Banken.