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Kanaltunnel nach Brand weiter gesperrt

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Kanaltunnel nach Brand weiter gesperrt

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Auch heute werden zwischen England und Frankreich keine Züge fahren: Nach dem Brand gestern im Ärmelkanaltunnel ist unklar, wie groß der Schaden in der betroffenen Tunnelröhre ist. Auch die andere Röhre bleibt gesperrt.

Das Feuer ereignete sich in einem der Güterzüge, die Lastwagen durch den Tunnel bringen. Die Tunnelschließung betrifft aber auch die Eurostar-Schnellzüge, die Reisende zwischen London sowie Paris und Brüssel befördern.

Von den Tunneleinfahrten stauen sich Fahrzeuge auf Dutzenden Kilometern. Manche versuchen auch, auf Fähren auszuweichen, die nun verstärkt verkehren.

Das Feuer ist nach Behördenangaben inzwischen gelöscht. Die Ventilation muss nun aber noch den Rauch aus der Tunnelröhre absaugen sowie für Abkühlung sorgen. Sowohl französische als auch englische Feuerwehren waren im Einsatz.

Der Brand war offenbar an der überhitzten Bremse eines Lastwagens ausgebrochen; zwei weitere LKWs fingen ebenfalls Feuer. Ein Transporter mit Chemikalien blieb entgegen ersten Befürchtungen offenbar unversehrt.

Sechs Menschen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Die insgesamt gut dreißig Menschen in dem Zug wurden durch einen Nebentunnel ins Freie gebracht.

Der Kanaltunnel, fünfzig Kilometer lang, wurde 1994 eröffnet. Schon zwei Jahre später gab es einen schweren Brand; damals konnte eine Tunnelröhre erst nach sieben Monaten wieder geöffnet werden. Ein weiteres Feuer vor zwei Jahren blieb ohne Folgen.