Eilmeldung

Eilmeldung

Lourdes: Wallfahrtsort seit 150 Jahren

Sie lesen gerade:

Lourdes: Wallfahrtsort seit 150 Jahren

Schriftgrösse Aa Aa

Nach Rom ist das kleine Lourdes für Katholiken der wichtigste Ort. Zum dritten Mal kommt auch ein Papst hierher: Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. besuchte Lourdes 1983 und noch einmal 2004, Monate vor seinem Tod und schon schwer erkrankt.

Jahr für Jahr besuchen mehrere Millionen Pilger aus aller Welt den Ort. “Lourdes ist einfach was Besonderes”, sagt hier ein Mann aus Irland; “wie ein Stück Himmel, hat mir mal einer gesagt; und genau so ist es auch.”

Gerade einmal fünfzehntausend Einwohner hat das Städtchen am Fuß der Pyrenäen – aber doppelt so viele Hotelbetten: Mehr Unterkünfte hat in Frankreich nur noch Paris.

Jedes Jahr kommen auch Zehntausende Kranke und Behinderte, die auf eine wundersame Heilung hoffen. Aber die Wunder sind selten geworden: 67 wurden insgesamt verkündet, die Hälfte von ihnen vor 1914. Zuletzt wurde vor drei Jahren ein Fall aus dem Jahr 1952 anerkannt.

Eine internationale Ärztekommission prüft alle Behauptungen, einige Dutzend jedes Jahr: “In der einen Hand halte ich die Vernunft und die Wissenschaft”, erklärt Patrick Theillier, der Leiter der Kommission; “und in der anderen den Glauben – und beides geht zusammen.”

Und auch mit dem Geschäft geht es gut zusammen: Das ist kein Wunder, bei acht Millionen Besuchern, die Lourdes dieses Jahr erwartet – noch einmal ein Drittel mehr als sonst schon, dank Jubiläum und Papstbesuch.