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Bolivianische Regierung verhängt Ausnahmezustand

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Bolivianische Regierung verhängt Ausnahmezustand

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Die bolivianische Regierung hat den Ausnahmezustand über das von der Opposition beherrschte Departement Pando verhängt. Damit wurden dort unter anderem das Tragen von Waffen verboten und die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Polizei und Militär erhielten erweiterte Vollmachten. In der Urwaldregion Pando wurden unterschiedlichen Angaben zufolge seit Donnerstag mindestens 14 Menschen bei Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung getötet. Der linksgerichtete Präsident Evo Morales empfing in La Paz den oppositionellen Präfekten des Departements Tarija, Mario Coss¡o. In einer Ansprache betonte Morales,dass er den Sicherheitskräften den Gebrauch von Schusswaffen gegen die Menschen verboten habe. Die Opposition fordert vor allem die Rückgabe von Steuereinnahmen aus der Erdgas- und Erdölförderung, die der Zentralstaat zurzeit für die Finanzierung einer Grundrente für alle Bolivianer ab 60 Jahren einbehält. Außerdem will sie eine Änderung des Entwurfes der neuen Verfassung sowie eine Anerkennung regionaler Autonomiestatute.