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Machtkampf in Bolivien zwischen Zentralregierung und Regionen

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Machtkampf in Bolivien zwischen Zentralregierung und Regionen

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Im Machtkampf in Bolivien zwischen der Zentralregierung und den von der Opposition dominierten Regionen soll die Armee den Präfekten der Unruheprovinz Pando festnehmen: Dies ordnete der linksgerichtete Präsident Evo Morales an. Der Präfekt habe sich dem über seine Region verhängten Ausnahmezustand widersetzt, hieß es zur Begründung.

Bei den tagelangen Unruhen in mehreren Regionen starben nach unterschiedlichen Berichten bis zu dreißig Menschen. Morales stößt mit seinem Projekt einer Umverteilung zugunsten der benachteiligten Indio-Bevölkerung auf den erbitterten Widerstand wohlhabenderer Regionen, die sich in einem Bogen vom Norden über den Osten bis in den Süden erstrecken. Dort sind die zentralstaatlichen Behörden schon weitgehend von regionalen Kräften besetzt worden.

Der Präfekt von Santa Cruz erklärte, sollte es einen einzigen weiteren Toten geben, oder auch nur einen Verletzten, würden die oppositionellen Regionen weitere Gespräche mit der Regierung ablehnen. Erst am Vortag hatten die Präfekten dieser Regionen Gespräche mit der Zentralregierung aufgenommen.

Unterdessen demonstrierten in der bolivianischen Hauptstadt La Paz tausende Menschen für Frieden im Lande. Die Kirche hatte zu der Kundgebung aufgerufen.