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Letzte Chance für Alitalia

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Letzte Chance für Alitalia

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Noch immer laufen die Versuche, die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia zu retten. Am Freitag waren Gespräche zwischen Investoren und Gewerkschaften abgebrochen worden.

In der Nacht teilten nun vier Gewerkschaften mit, sie hätten ein Abkommen unterzeichnet; allerdings sind bei Alitalia insgesamt neun Gewerkschaften vertreten. Vor allem Piloten und Flugbegleiter sperren sich gegen eine Einigung.

Alitalia verliert pro Tag zwei Millionen Euro und steht inzwischen unter Zwangsverwaltung. Ein Verkauf an Air France / KLM scheiterte im Frühjahr, ebenfalls schon am Widerstand der Gewerkschaften. Die Regierung will seitdem, dass eine italienische Investorengruppe Alitalia übernimmt.

Allerdings gilt das nur für einige profitable Teile, die mit dem Konkurrenten Air One verschmolzen werden sollen. Der Rest von Alitalia, samt dem gewaltigen Schuldenberg, würde beim Steuerzahler abgeladen.

Die Beschäftigten wehren sich gegen Gehaltskürzungen und dagegen, dass nach diesem Plan Tausende Arbeitsplätze verloren gehen würden.

Nach dem Abkommen von dieser Nacht garantieren die Investoren allerdings noch einmal tausend Stellen mehr. Heute soll darüber mit den anderen Gewerkschaften gesprochen werden.