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"Schwarzer Montag": US-Finanzkrise reißt weltweit Börsen in die Tiefe

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"Schwarzer Montag": US-Finanzkrise reißt weltweit Börsen in die Tiefe

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Die Pleite von Lehman Brothers hat die internationale Finanzwelt in ihren Grundfesten erschüttert. Die traditionsreiche US-Investmentbank meldete Insolvenz an, nachdem letzte Rettungsversuche zuvor gescheitert waren. Dies löste an den Börsen rund um den Erdball eine Verkaufswelle aus.

Die US-Regierung, die Lehman nicht zu Hilfe kam, stehe nun vor den Scherben ihrer Politik, meint dieser Beobachter. Dabei sei es die Regierung gewesen, die die Branche zu waghalsigen Geschäften geradezu ermuntert habe. Aus dem amerikanischen Traum werde nun ein Alptraum.

Das Schicksal von Lehman blieb dem Rivalen Merrill Lynch erspart. Zwar schlagen auch hier Milliardenverluste zu Buche, die Lage ist aber nicht ganz so dramatisch. Als Retter trat die Bank of America auf den Plan, die für Merrill Lynch rund 35 Milliarden Euro in Aktien zahlt.

Die europäischen Börsen reagierten auf die Hiobsbotschaften aus den USA mit massiven Kursabschlägen, vor allem bei Finanztiteln. Analysten in Frankfurt gaben indes noch keine Entwarnung. Es gebe weiteren Abschreibungsbedarf und damit weitere potenzielle Pleiten.

Als Reaktion auf die Krise versorgte die EZB die Kreditwirtschaft der Eurozone kurzfristig mit liquiden Mitteln in Höhe von 30 Milliarden Euro.