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Alitalia zwischen Absturzgefahr und Hoffnung

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Alitalia zwischen Absturzgefahr und Hoffnung

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Alitalia steht vor der Pleite, aber vielleicht gibt es einen Hoffnungsschimmer. Heute zumindest sollen entgegen der Befürchtungen doch keine Flüge ausfallen – und es soll weiter verhandelt werden. Bei rund drei Millionen Euro Verlusten pro Tag schien zunächst, dass jetzt schon das Geld für Kerosin fehlt. Regierungschef Silvio Berlusconi lud Vertreter der Gewerkschaften und der Investoren zu erneuten Gesprächen in seine Büros. Ein Unternehmensbündnis um eine italienische Großbank hatte sich zur Übernahme der krisengeschüttelten Airline bereit erklärt. Die größten Arbeitnehmerverbände hatten ihrem Rettungsplan bereits in der Nacht zugestimmt.

Fabio Berti von der Pilotengewerkschaft ANPAC (Associazione Nazionale Piloti Aviazione Civile) erklärt aber, dass sein Berufsverband, und der der Fluglotsen weiter gegen den Plan sind: Es seien soviel Kürzungen an Personal und Gehältern vorgesehen, dass die Fluggesellschaft nicht mehr lebensfähig sei. Er persönlich habe wenig Hoffnung. Die Investoren wollen rund ein Viertel der 20.000 Stellen streichen und ein Drittel der 240 Flugzeuge ausmustern. Zudem sind Einkommenseinbußen von 20 bis 40 Prozent vorgesehen. Dafür wollen sie eine Milliarde Euro in das Unternehmen pumpen.