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Notenbanken stützen Kreditwirtschaft mit Milliardensummen

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Notenbanken stützen Kreditwirtschaft mit Milliardensummen

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Die Europäische Zentralbank hat die Kreditwirtschaft der Eurozone erneut mit zusätzlichen liquiden Mitteln in Milliardenhöhe versorgt. Die Notenbank teilte den Geschäftsbanken 70 Milliarden Euro für einen Tag zu. Am Vortag hatte die EZB bereits 30 Milliarden Euro bereitgestellt.

Mit diesen Liquiditätsspritzen soll eine Kreditklemme der Banken verhindert werden. Die Frankfurter Währungshüter sind damit bislang diejenigen, die am stärksten mit Stützungsmaßnahmen ins Marktgeschehen eingriffen.

Nach Meinung von Analysten ist das letzte Kapitel der Finanzmarktkrise eingeläutet. Es müsse sich indes jeder darüber klar werden, dass das Kreditgeschäft nie mehr so sein werde wie noch vor zwei Jahren. Es werde nur der einen Kredit bekommen, der ihn auch zurückzahlen könne – so wie in den 70er Jahren.

Aus Sorge über mögliche Milliarden-Löcher in den Bilanzen wegen neuer Abschreibungen halten die Banken derzeit Geld zurück und leihen es sich nicht mehr im sonst üblichen Umfang. Die Notenbanken ob in London, Washington oder Frankfurt können in solchen Situationen zusätzliches Geld an die Banken verleihen, um ein Austrocknen der Märkte zu verhindern.

Kritiker werfen indes speziell der Federal Reserve vor, mit ihrer Niedrigzinspolitik für die derzeitige Krise mitverantwortlich zu sein. Viel zu lange habe die US-Notenbank dem Spekulationstreiben auf dem Immobilienmarkt tatenlos zugeschaut.