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Europäische Bankenaktien von Anlegern abgestraft

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Europäische Bankenaktien von Anlegern abgestraft

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Unter der US-Finanzkrise haben am Dienstag besonders europäische Bankenwerte zu leiden gehabt. In London, Paris und Frankfurt ging die Angst um, die bankrotte US-Investmentbank Lehman Brothers könnte weitere Geldhäuser in den Abgrund reißen. Dazu kam eine miserable Quartalsbilanz der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Am stärksten abgestraft wurde der größte britische Baufinanzierer Halifax Bank of Scotland, dessen Aktienkurs um 22 Prozent einbrach. Aber auch die Schweizer Großbank UBS, die französische Investmentbank Natixis und der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis sackten zweistellig ab.

An den Märkten herrsche eine große Nervosität, manche sprächen von geordneter Panik, so ein Analyst. Es gebe einen starken Wunsch zu verkaufen, doch das sei nur möglich, wenn auch Käufer vorhanden seien. Das gelte zunehmend auch für seriöse Aktien.

Doch auf der Verkaufsliste der Investoren standen überwiegend Finanzwerte – und zwar galt dabei: Je stärker eine Bank in den USA aktiv ist oder hohe Abschreibungen wegen fauler Kredite aufwies, desto mehr wollten Anleger diese Aktien loswerden. Dagegen waren Kreditinstitute in Spanien und Italien mit nur geringem US-Risiko praktisch nicht betroffen. Manche wie Santander endeten sogar leicht im Plus.