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"Der Baader Meinhof Komplex" feiert Premiere

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"Der Baader Meinhof Komplex" feiert Premiere

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Deutschland 1968 – der “deutsche Herbst” – der Beginn der Roten Armee Fraktion. Ein Teil deutscher Geschichte kommt jetzt ins Kino. “Der Baader Meinhof Komplex” rekonstruiert die Geschehnisse der RAF Jahre – in ihrer hemmungslosen Brutalität. Erklärtes Ziel des Films: Die Zerstörung des Mythos RAF. Historisch genau wird die Geschichte der Terrorgruppe dokumentiert. Drastische Bilder zeigen die Gewalt.

Moritz Bleibtreu, der Andreas Baader spielt, konnte sein Distanz zu der Figur überwinden, indem er in Baader auch einen Liebenden sah. Für ihn ist die Beziehung zwischen Baader und Gudrun Ensslin eine romantische Liebesgeschichte.

Die Morde an Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer und Generalbundesanwalt Siegfried Buback werden im Film verarbeitet. Die Kamera nimmt dabei meist die Perspektive der Opfer ein. Vorlage des Films ist das gleichnamige Buch von Stefan Aust, dem ehemaligen Chefredakteur des Magazins “Der Spiegel”. “Wenn man dann aus dieser Romantik oder dieser Selbstverwirklichung – das ist fast zynisch – in den wirklichen Terrorismus reingerät, dann müsste man eigentlich merken – auch was die Beteiligten selbst anbetrifft – wie man sich von seinen eigenen überhöhten Moralvorstellungen verabschiedet hat.” Der – unter den RAF-Opfern durchaus umstrittene – Film ist als deutscher Beitrag für die Oscars nominiert.