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US-Notenbank rettet AIG mit 60 Milliarden Euro

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US-Notenbank rettet AIG mit 60 Milliarden Euro

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Die US-Notenbank hat den schwer angeschlagenen Versicherungsriesen American International Group AIG gerettet mit einem Kredit von bis zu 60 Milliarden Euro. Damit will die Federal Reserve den verunsicherten Finanzmarkt vor einer weiteren Krise bewahren. Der Kredit soll eine Laufzeit von zwei Jahren haben. Als Sicherheit dient das gesamte Vermögen von AIG.

Der New Yorker Gouverneur David Paterson zeigte sich erleichtert. Das seien großartige Neuigkeiten für Versicherungskunden und Angestellte auf der ganzen Welt. Durch eine Umstrukturierung würden Arbeitsplätze gerettet. Das Geschäft werde stabilisiert und die finanzielle Markterholung sei leichter, wenn nicht sogar früher zu realisieren.

Für eine weitere Entspannung sorgte auch die Rettung der Investmentbank Lehmann Brothers. Die britische Bank Barclays erklärte, Teile des insolventen US-Konzerns zu kaufen. 1,4 Milliarden Euro will das Unternehmen unter anderem für die Kapitalmarktsparte und das nordamerikanische Investmentbanking ausgeben.

Unterdessen ließ der Vorsitzende der Euro-Finanzminister Jean-Claude Juncker verlauten, dass er keine Rezession im Euro-Gebiet erwartet. Das europäische Finanzsystem sei stabiler aufgestellt und Risikogeschäfte nicht in vergleichbarem Maße vollzogen worden.