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Handel an Moskauer Börse wegen Bankenkrise gestoppt

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Handel an Moskauer Börse wegen Bankenkrise gestoppt

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Nach massiven Kurseinbrüchen ist an der Börse in Moskau der Handel weitgehend gestoppt worden. Die Anordnung kam von der Finanzbehörde. Trotz weitgehend positiver Vorgaben der weltweiten Börsen sank der Leitindex RTS bis zum Handelsstopp um sechseinhalb Prozent. Am Vortag war er um fast zwölf Prozent abgesackt.

Finanzminister Alexei Kudrin machte für die Probleme die anhaltende Liquiditätskrise des russischen Bankensektors verantwortlich. Er hoffe, dass große und starke Banken wie Sberbank, Vneschtorgbank oder Gazprombank kleinere Institute mit Kapital versorgen könnten.

Mehrere mittelständische Banken leiden derzeit unter Liquiditätsproblemen, verstärkt noch durch die Kapitalflucht ausländischer Investoren. Das Moskauer Finanzministerium kündigte inzwischen an, der Kreditwirtschaft knapp zehn Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln zur Verfügung zu stellen.