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Milchpulverskandal weitet sich aus

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Milchpulverskandal weitet sich aus

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In China weitet sich der Skandal um gepanschtes Baby-Milchpulver aus. 12 weitere Personen wurden in der Provinz HeBei verhaftet. Ein stellvertretender Bürgermeister der Provinzhauptstadt ShiJiaZhuang, der die Aufsicht über den Milchpulverhersteller SanLu ausübte, sowie die Parteisekretärin des Unternehmens wurden ihrer Funktionen enthoben.

In der Autonomen Region XinJiang starb ein vierter Säugling, mehr als 6000 Kleinkinder sind an Nierensteinen erkrankt, weil das Milchpulver die giftige Chemikalie Melamin erhielt.

Viele Eltern sind in großer Sorge: “Ich traue mich nicht, meinem Kind irgendeine Säuglingsnahrung zu geben. Ich füttere es jetzt mit Reisnudeln, wie einen Erwachsenen”, beschreibt Zhang GuoHua ihre Reaktion.

In Produkten von insgesamt 22 chinesischen Unternehmen ist die Chemikalie gefunden worden, mit der minderwertige Milch künstlich aufgebessert werden kann. Darunter sind auch zwei Unternehmen, die Baby-Milchpulver in fünf Entwicklungsländer exportiert haben.

Das chinesische Außenministerium beruhigte inzwischen, Proben hätten ergeben, dass das nach Myanmar, BanglaDesh, Gabun, Jemen und Burundi exportierte Milchpulver unbelastet gewesen sei.