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Nach Obama auch McCain: US-Wahlkämpfer fordern Bankenregulierung

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Nach Obama auch McCain: US-Wahlkämpfer fordern Bankenregulierung

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“Die Wall Street ist kein Casino, in dem alles geht.” Mit dieser Einschätzung sind sich die Kontrahenten im Rennen ums Weiße Haus – überraschend – einig gewesen.

Das Wahlkampfthema Bankenkrise erlaubte dem demokratischen Kandidaten, Umfragepunkte zurückzuerobern. Da schwenkte, angesichts besorgter Wähler, auch der liberale Republikaner John McCain auf Regulierungskurs ein.

Während Angestellten und Aktionären nichts bliebe als Ärger und Schulden, bekämen jene, die die Zusammenbrüche verursachten, Abfindungen in zweistelliger Millionenhöhe, so McCain, eine Schande.

Auch bei der Rettung des Versicherungsriesen AIG ruderte McCain zurück. Erst lehnte er sie ab, dann verteidigte er sie halbherzig. Barack Obama nannte den Megakredit der US-Notenbank ein Urteil über die gescheiterete Finanzpolitik der letzten acht Jahre.

Die Fed müsse die Familien schützen, die auf ihre Versicherungen vertrauten, so Obama. Sie müsse die Wirtschaft stärken, damit gut bezahlte Jobs entstünden und die Amerikaner ihre Rechnungen bezahlen könnten. Sie sollte aber nicht Anlegern und Managern von AIG aus der Patsche helfen.

Mit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers hatte die Finanzkrise zu Wochenbeginn einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Börsenkurse rutschten ab. Ein Ende ist zunächst nicht in Sicht. Weitere Umwälzungen stehen offenbar bevor.