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Was nun auf Tzipi Liwni zukommt

Gewonnen hat sie nur die erste Runde.
Die nächste wird schwieriger.
Nach dem Rücktritt der Olmert-Regierung, die nach dem jüdischen neujahrsfest am 2. Oktober erwartet wird, bleiben Tzipi Liwni nur 42 Tage, um eine neue Koalition zu bilden.
Sollte sie die Regierungsbildung nicht schaffen, wird es spätestens Ende März 2009 Neuwahlen geben.

Der Leitartikler der “Jerusalem-Post”, Amotz Asa-El,
gibt zu bedenken, aus dieser Wahl gehe sie noch nicht als nationale Führungsfigur hervor.
Sie werde jetzt lange und beschwerliche Wochen damit verbringen, die gleiche Koalition zu bilden wie ihr Vorgänger Ehud Olmert.
Was sie darüber hinaus versuchen wird, das werde man in einigen Monaten sehen, im Rahmen der vorgezogenen Parlamentswahlen.

In der Knesset ist ihre KADIMA jetzt mit 29 der 120 Sitze stärkste Partei. Gefolgt von ihrem wichtigsten Koalitionspartner, der Arbeitspartei mit 19 Abgeordneten. Zur Koalition gehört neben zwei kleiner Parteien noch die ultra-religiöse Schas mit 12 Sitzen. Mit letzterer sind die Probleme schon vorprogrammiert. Sie verlangt nicht nur mehr Kindergeld für ihre überwiegend kinderreichen Anhänger – sie ist auch beim Status von Jerusalem und bei der Zunkunft der Siedlungen im Westjordanland unnachgiebig.

Tzipi Liwni agiert schon länger als israelische Verhandlungsführerin bei den Gesprächen mit den Palästinenern.
Hier sieht der Politologe Atilla Ahomfalvi
auch ihren künftigen Schwerpunkt – vielleicht werde sie auch mit den Syrern verhandeln.
wörtlich: “Wir wissen, daß sie nicht mag, was da am Kochen ist, sagen wir, von syrischer Seite, aber sie führt die Verhandlungen mit den Palästinensern und ich bin mehr als sicher, daß sie damit fortfahren wird.”

Die Politikerin aus streng konservativer, zionistischer Familie fühlt sich heute in der politischen Mitte angekommen.
Während sie bei ihrem Start in die Politik vor 8 Jahren noch die Formel “Land für Frieden” ablehnte, unterstützt sie heute ohne wenn und aber eine “Zwei-Staaten-Lösung”.

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