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Lorca-Familie stimmt Exhumierung des Dichters zu

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Lorca-Familie stimmt Exhumierung des Dichters zu

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Ob sich unter einem Ölbaum in der spanischen Provinz Granada die sterblichen Überreste des 1936 ermordeten spanischen Dichters Federico García Lorca befinden, soll nun geklärt werden. Nach jahrelangem Widerstand stimmten die Nachfahren des Poeten der Öffnung der Grabstätte zu. Dies bestätigte García Lorcas Großnichte Laura,

“Weder meine Großmutter, noch Vicenta, noch mein Vater, noch meine Tanten halten eine Exhumierung für notwendig, aber wir werden keinen Widerstand leisten”, sagte Laura García Lorca.

Zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges war García Lorca von den Anhängern Francos erschossen und in einem Masengrab nahe der Schlucht von Viznar verscharrt worden. Über den genauen Ort herrscht Unklarheit.

Die Hinterbliebenen von zwei weiteren Opfern des Bürgerkrieges, die zusammen mit García Lorca ermordet worden waren, wollen das Massengrab öffnen lassen, um ihre Angehörigen würdevoll bestatten zu können.

“Niemand kann feststellen, was diese Überreste feststellen können, ob der Dichter hier begraben wurde oder nicht”, findet der Historiker Ian Gibson.

Spaniens berühmtester zeitgenössischer Dichter war als Linker und Homosexueller den Franquisten besonders verhasst.