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Alitalia fliegt am Abgrund

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Alitalia fliegt am Abgrund

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Nach dem Rückzug potenzieller Investoren steht Alitalia am Abgrund. Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC gab dem Konkursverwalter zehn Tage Zeit, um einen neuen Sanierungplan vorzulegen. Falls das nicht geschehe werde man Alitalia die Betriebsgenehmigung entziehen. Die Liquidation der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft scheint nun nahezu unausweichlich.

Die einflussreiche Gewerkschaft CGIL hält den gestern zurückgezogenen Rettungsplan des Investoren-Konsortiums CAI zwar für realistisch, fordert aber mehr Zeit für Verhandlungen. “Es ist undenkbar, daß ein Sanierungsplan ohne oder gegen die Vertreter der Belegschaft durchgeführt werden kann”, erklärte der CGIL-Vorsitzende Guglielmo Epifani.

Der Alitalia-Insolvenzverwalter hatte bereits mehrfach gedroht, den Flugbetrieb einzustellen, falls der Rettungsplan scheitert, dennoch wurde der Flugbetrieb am Freitagmorgen ohne Einschränkungen durchgeführt.

“Wir sprechen für alle Kollegen. Jeder wird auf seinem Posten sein und arbeiten. Kein Tourist muß sich sorgen. Wir fliegen weiter. Natürlich hat der Insolvenzverwalter finanzielle Probleme, aber wir werden ihm bei der Lösung helfen”, versicherte dere Vorsitzende der Gewerkschaft ANPAV.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach von einer “dramatischen Situation”. Berlusconi machte die Gewerkschaften für das Scheitern der Rettungsbemühungen verantwortlich. Der Rettungsplan sah den Abbau von mindestens 3250 der 20 000 Alitalia-Arbeitsplätze vor.