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Demonstration in Köln gegen Anti-Islam-Kundgebung

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Demonstration in Köln gegen Anti-Islam-Kundgebung

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In Köln hat ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Anwohnern für diesen Samstag zu einer Demonstration gegen eine umstrittene Anti-Islamkundgebung aufgerufen. Unter anderem aus Protest gegen den Bau einer Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lud ein internationales Bündnis rechter Parteien und Verbände zu einem zweitägigen Treffen in die Domstadt ein. Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma warnte vor Diskriminerungen: “Sie wissen, dass dies aus Anlass eines Moschee-Baus gemacht wird, da wird ja Angst geschürt, da wird diffamiert und diskriminiert und ausgegrenzt. Und eigentlich will die große Mehrheit der Stadt, übrigens auch der Politik, all dies gar nicht”, so Schramma. Für Samstag riefen die Veranstalter zu einer Kundgebung gegen den Bau der Moschee auf. Ein großer Teil der Kölner sprach sich gegen die Anti-Islam-Kundgebung aus: “Für mich ist das befremdlich, schon alleine der Titel ist für mich völlig unpassend. Anti-Islam, es gibt bei uns ein Recht, dass man seine Religion ausübt, also schon alleine die Überschrift ist diskriminierend”, sagte etwa ein Passant. Die türkische Gemeinde, auf deren Gelände die Moschee errichtet werden soll, setzt auf Dialog. Dort heisst es, man werde sich nicht provozieren lassen. Die Polizei setzt 4000 Beamte ein, um Ausschreitungen zu verhindern.