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US-Notenbank will staatliches Hilfsinstrument

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US-Notenbank will staatliches Hilfsinstrument

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Die USA steuern in der Bankenkrise auf ein staatliches Hilfsinstrument zu, kurz nach der Rettung der AIG-Versicherung durch einen staatlichen Eingriff.

Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke trafen dazu am Abend mit Spitzenabgeordneten beider Parteien im Kongress zusammen.

Paulson sagte danach, man arbeite zusammen an einem Plan, um Risiken an den Finanzmärkten zu beheben und mit den Problemguthaben der Banken umzugehen. Einzelheiten sollen am Wochenende vorliegen.

Als mögliches Beispiel gilt der Resolution Trust, gegründet Ende der Achtziger, nach der
Sparkassenkrise. Eine solche Einrichtung könnte den Banken ihre faulen Kredite abnehmen. Unklar ist, ob die Zeit für die Gründung reicht: Ende des Monats geht der Kongress in den Wahlkampf.

Von einer Vertrauenskrise spricht Sam Stovall von Standard & Poor’s: Otto Normalverbraucher mache sich Sorgen, dass die Sache aus dem Ruder laufe: Daher sei vielleicht ein bisschen Führung gut, mit deren Hilfe man einen Ausweg erkennen könne.

Der New Yorker Generalstaatsanwalt prüft jetzt auch, ob Spekulanten durch Leerverkäufe zur Bankenkrise beigetragen haben. Bei dem so genannten Short Selling handeln Anleger mit Aktien, die ihnen gar nicht gehören. Dabei setzen sie auf sinkende Kurse.

Die britische Finanzaufsicht hat diese Geschäfte vorerst sogar ganz verboten.