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Schwerer Labour-Parteitag für Gordon Brown

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Schwerer Labour-Parteitag für Gordon Brown

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Der Parteitag von Manchester soll für Gordon Brown alles wieder richten: Auf dem Treffen, das heute beginnt und fünf Tage dauern wird, will er seine Labour-Partei erneut hinter sich bringen. Für Dienstag ist seine Rede geplant.

Vor gut einem Jahr hat Brown von Tony Blair den Parteivorsitz und das Amt des Regierungschefs übernommen; seitdem ging es für ihn und für Labour
rasant bergab. Vor dem Parteitag forderten unter anderem einige Abgeordnete öffentlich, dass über den Parteivorsitz zwischen mehreren Bewerbern abgestimmt wird. Die Parteiführung blockte das aber ab.

Die Krise von Labour bedeutet dagegen für die Konservativen, dass sie so gut dastehen wie schon lange nicht mehr. Das gilt auch für ihren Vorsitzenden David Cameron, der es letzte Woche sogar auf das Titelblatt der renommierten Zeitschrift
Time geschafft hat.

Natürlich profitiere Cameron von dem Aufruhr bei Labour, sagt Catherine Mayer, die London-Korrespondentin von Time. Auf dem Titelbild sei er aber, weil er auch viel aus eigener Kraft geschafft habe, nicht nur wegen der Verwirrung bei seinen Gegnern.

Bei einer Wahl jetzt würde Cameron Brown klar ablösen. Der Amtsinhaber hat aber noch Zeit: erst für Frühjahr 2010 muss er eine Wahl spätestens ansetzen.