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Polizei verbietet Anti-Islam-Kundgebung in Köln

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Polizei verbietet Anti-Islam-Kundgebung in Köln

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Die Polizei hat die Kundgebung europäischer Rechtspolulisten in der Kölner Innenstadt am Samstagmittag kurzfristig verboten. Das Verbot wurde mit Sicherheitsbedenken begründet. Zuvor war es zu Ausschreitungen linksautonomer Gegendemonstranten gekommen. Sie hatten Barrikaden aufgebaut und die Polizei mit Steinen beworfen. Die Polizei drängte die teils vermummten Angreifer mit Schlagstöcken und einer Reiterstaffel zurück.

Mehrere tausend Menschen hatten am Vormittag gegen die Anti-Islam-Kundgebung demonstriert. Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) bezeichnete die Organisatoren des Anti-Islamisierungs-Kongresses als “verfaulte Clique des Eurofaschismus, Rassisten im bürgerlichen Zwirn und subtile Angstmacher”.

Die gegen den Bau einer repräsentativen Mosche kämpfende rechtspopulistische Wählergruppe “Pro Köln” hatte einen “Anti-Islamisierungskongress” organisiert, in dessen Rahmen die Kundgebung stattfinden sollte. Vertreter der österreichischen FPÖ und des belgischen Vlaams Belang wollten an der Kundgebung teilnehmen. Mehreren ausländischen Teilnehmern waren am Freitagabend die Hotelzimmer gekündigt worden.