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Erleichterung an Börsen über US-Hilfsprogramm

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Erleichterung an Börsen über US-Hilfsprogramm

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Die Achterbahnfahrt an den Börsen endet für diese Woche mit einem kräftigen Aufschwung: Die Anleger
sind erleichtert über das Hilfsprogramm, das die amerikanische Regierung angekündigt hat. Damit soll die Finanzkrise, die diese Woche serienweise Verluste gefordert hat, an der Wurzel gepackt werden – bei den geplatzten Hypotheken.

Für den Einzelnen werde sich aber vorerst nicht viel ändern, warnt Milton Ezrati von der Investmentbank Lord Abbett. Wer jetzt nur schwer Kredit bekomme, ob nun für Anschaffungen oder als Hypothek, für den werde das auch noch eine Weile so bleiben. Seit zwei, drei Jahrzehnten hätten diese Kredite nun die privaten Ausgaben angekurbelt; aber das bleibe für den Verbraucher jetzt schwierig, bis sich die Lage kläre.

Einzelheiten des Hilfsprogramms will die Regierung dem Kongress in den nächsten Stunden vorlegen. Kern ist ein Fonds, der den Banken ihre faulen Kredite abkauft – mit Abschlag. Die Banken hätten dadurch Verluste, wären aber auch die Risiken los. Beide Häuser des Kongresses wollen das Programm schnell auf den Weg bringen: Zur Not soll auch die Sitzungsperiode noch über nächste Woche hinaus verlängert werden. Eigentlich wollten die Abgeordneten dann schon in den Wahlkampf gehen.

In der Krise gehen nun einige Aufsichtsbehörden auch gegen Leerverkäufe oder Short Selling vor: eine
Art Wette auf fallende Kurse; die Anleger handeln dabei mit Aktien, die sie gar nicht besitzen. Auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin sieht hier ein Risiko und hat diese Geschäfte bis Jahresende teilweise untersagt, für die Aktien von elf großen Finanzunternehmen.