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Tödlicher Sprengstoffanschlag in Nordspanien

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Tödlicher Sprengstoffanschlag in Nordspanien

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Bei einem weiteren Sprengstoff-Anschlag in Nordspanien ist ein Mensch getötet worden.
Eine Autobombe explodierte vor einer Militärakademie in der Stadt Santoña, der Tote ist ein Offizier. Ein weiterer Armeeangehöriger wurde verletzt. Die Stadt Santoña liegt in Kantabrien, nahe der Grenze zum Baskenland, wo erst gestern zwei Sprengsätze explodierten: in der Hauptstadt Vitoria und in Ondarroa.

Der Anschlag in Santoña wurde von einem Anrufer im Namen der baskischen Untergrundorganistion ETA angekündigt, allerdings erst zehn Minuten zuvor.
Der Chef der kantabrischen Regionalregierung, Miguel Angel Revilla, sprach sich nachdrücklich für das Verbot aller ETA-nahen Organisationen aus und warf der baskischen Regierung vor, in dieser Frage wankelmütig zu sein. Unter den Folgen dieser Haltung habe das baskische Volk zu leiden….

Vergangene Woche hatte die spanische Justiz zwei baskische Parteien wegen ihrer Nähe zur ETA verboten. Die Explosion vor einem Polizeirevier in der baskischen Stadt Ondarroa in der Nacht zum Sonntag wird der ETA zur Last gelegt. Hier hatte es keine Vorwarnung gegeben. Elf Menschen wurden verletzt.

Kurz zuvor war eine Autobombe vor dem Gebäude der Sparkasse in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria explodiert. Diesen Anschlag hatte ein Anrufer namens der ETA angekündigt. Es entstand hoher Sachschaden.