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Mehr als 50.000 Krankheitsfälle in chinesischem Babymilchskandal

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Mehr als 50.000 Krankheitsfälle in chinesischem Babymilchskandal

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Der Babymilch-Skandal in China hat weitaus größeres Ausmaß als bisher mitgeteilt: Die chinesischen Behörden sprachen nun von mehr 50.000 Fällen von Erkrankungen durch chemisch verseuchte Milchprodukte. Bis Sonntag war nur von 6200 Fällen die Rede.
Nach offiziellen Angaben liegen fast 13.000 Babys noch in Krankenhäusern, nachdem sie mit der giftigen Chemikalie Melamin versetzte Milchprodukte zu sich genommen hatten; die berichteten chinesische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Ihr Kind sei zwar nicht betroffen, aber sie abe große Angst, sagte eine Frau; alle Eltern hätten jetzt Angst, zumal die meisten heutzutage nur ein Kind hätten. Und sie fragte, welche Produkte wohl noch verseucht seien. Bislang sind offiziellen Angaben zufolge vier Babys an Nierensteinen gestorben, die sich durch das beigemischte Melamin gebildet hatten.

Ministerpräsident Wen Jiabao versprach eine harte Bestrafung der Schuldigen.
Mit Melamin kann ein höherer Proteingehalt verdünnter Milchprodukte vorgetäuscht werden. Bei einer Massenuntersuchung von Babymilchpulver wurde in den Proben von 22 Herstellern Melamin gefunden.