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Wirtschaft beherrscht jetzt US-Wahlkampf

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Wirtschaft beherrscht jetzt US-Wahlkampf

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Angesichts der Bankenkrise ist die Wirtschaft im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zum beherrschenden Thema geworden.

Der Bewerber der Demokraten zum Beispiel, Barack Obama, äußert sich skeptisch zum Rettungsplan der Regierung – der fast fünfhundert Milliarden Euro kosten soll. Vor allem fordert er eine unabhängige Aufsicht darüber, wie dieser Plan umgesetzt wird.

Verantwortlich für die Krise macht er die jetzige Regierung unter Präsident George Bush. Auf einer Kundgebung im Bundesstaat Nord-Carolina spricht er von Gier und Verantwortungslosigkeit, sowohl an der Wall Street als auch in Washington. “Wir müssen entschlossen handeln”, sagt er seinen Anhängern, “denn Eure Arbeit, Euer Erspartes, Eure Häuser – alles steht jetzt auf dem Spiel.”

Auch John McCain, Obamas Gegner von den Republikanern, will für den Rettungsplan eine unabhängige Aufsicht. Ansonsten benutzt er aber die Umstände, um Obama erneut Führungsschwäche vorzuwerfen.

“Ich habe eine umfassende Reform vorgeschlagen”, sagt McCain in der Stadt Baltimore; “nachdem diese Krise zu einer schweren Bedrohung für unsere Wirtschaft geworden ist. Senator Obama lehnt es ab, einen eigenen Plan vorzulegen. In einer Krise, in
der wir Führung brauchen, hat er sie einfach nicht gegeben.”

Allerdings will Obama durchaus einen eigenen Plan vorlegen: Damit will er aber warten, bis sich in den laufenden Verhandlungen zwischen Regierung und Kongress Einzelheiten abzeichnen.