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Merkel stärkt Volkswagen demonstrativ den Rücken

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Merkel stärkt Volkswagen demonstrativ den Rücken

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Im Streit mit der EU-Kommission um das Volkswagen-Gesetz hält die deutsche Regierung an ihrem Standpunkt fest. Vor 18.000 Teilnehmern einer VW-Betriebsversammlung verteidigte Bundeskanzlerin Angela Merkel die umstrittene Sperrminorität, die Niedersachsen ein Vetorecht ermöglicht.

“Wir haben das Urteil des Europäischen Gerichtshofs umgesetzt, eingearbeitet die Entscheidungen, sind aber der Meinung, dass bei den wichtigen Unternehmensentscheidungen es bei der Sperrminorität bleiben soll”, so Merkel.

Das Land Niedersachsen verfügt über einen Minderheitsanteil von 20 Prozent, kann aber sein Vetorecht ausüben, wenn ihm grundsätzliche unternehmerische Entscheidungen nicht passen. Zum Leidwesen des Hauptaktionärs Porsche, der sich bei seinem Versuch der Übernahme des Konzerns eingeengt sieht.

Anläßlich des Besuchs Merkels zeigte Volkswagen die neueste Generation des Klassikers Golf. Mit ihm will Volkswagen seine Führerschaft auf dem hart umkämpften europäischen Markt behaupten. Der Erfolg des Konzerns in der Vergangenheit sei gerade auch wegen der Beteiligung des Landes Niedersachsen zustande gekommen, betonte Ministerpräsident Christian Wulff. Dagegen sieht die EU-Kommission das VW-Gesetz mit der Kapitalverkehrsfreiheit nicht vereinbar.