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US-Finanzkrise erreicht Wahlkampf

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US-Finanzkrise erreicht Wahlkampf

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat angekündigt seinen Wahlkampf wegen der Krise im Finanzsektor zu unterbrechen. Der 72jährige verglich diese Krise mit den Terroranschlägen vom 11.September, verlangt gemeinsames patriotisches Handeln und will die Fernsehdebatte mit Barak Obama verschieben.

McCain sagte: “ Ich glaube nicht das der aktuelle Rettungsplan so durchgeht. Wir verlieren Zeit. Ich werde meinen Wahlkampf aussetzen und nach Washington reisen. Ich habe Senator Obama davon in Kenntnis gesetzt und ihn gebeten mitzukommen.”

Der 700 Millarden Dollar schwere Rettungsplan der Bushregierung, stößt bei Politikern aller Parteien auf Widerspruch. Barak Obama hält an der Fernsehdebatte mit John McCain am kommenden Freitag fest und will seinen Wahlkampf nicht unterbrechen. Auf Bitten von George W.Bush hat Obama zugstimmt am Donnerstag zum Krisengipfel nach Washington zu kommen. Er meint aber auch:

“Bei allem Respekt, jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt den Amerikanern zu sagen, was der Mann der in gut 40 Tagen die Verantwortung übernimmt plant, um die Krise zu bewältigen.”

Kommentatoren werten den Schritt McCains als Versuch, sich als staatsmännischer Retter zu zu präsentieren. In den Umfragen liegt Obama augenblicklich knapp in Führung. Am 4. November wählt Amerika einen neuen Präsidenten.