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George W. Bush: "Der Markt funktioniert nicht richtig"

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George W. Bush: "Der Markt funktioniert nicht richtig"

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Wegen der Finanzkrise trifft US-Präsident George W. Bush heute mit den Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama im Weißen Haus zusammen. In einer außerplanmäßigen Fernsehansprache an das amerikanischische Volk sagte der US-Präsident, die Wirtschaftsexperten der Regierung warnten, dass sofortiger Handlungsbedarf bestehe. Amerika werde sonst in finanzielle Panik verfallen.

Bush sagte an seine Landsleute gewandt: “Mehr Banken werden schließen müssen, auch Banken in Ihrem Viertel. Ihre Rente wird niedriger werden, Ihr Haus verliert an Wert und muss möglicherweise zwangsversteigert werden. Und wenn Sie ein Geschäft oder eine Farm haben, dann werden Sie kaum mehr einen Kredit dafür bekommen. Immer mehr Firmen werden bankrott gehen und Millionen Amerikaner könnten arbeitslos werden.”

Bush will, dass der Kongress seinen 700 Milliarden Dollar Rettungsplan für marode Banken annimmt. “Die Lage wird immer dramatischer”, sagte der amerikanische Präsident, “Ich stand vor der Wahl, massiv einzuschreiten oder nichts zu tun und zuzusehen, wie die unverantwortlichen Entscheidungen einiger weniger die finanzielle Sicherheit aller gefährden. Ich bin ein ganz starker Befürworter der freien Marktwirtschaft. Natürlich war ich zunächst dagegen, einzuschreiten. Firmen, die den Karren in den Dreck gefahren haben, verdienen es, vor die Hunde zu gehen. Unter normalen Umständen hätte ich mich daran gehalten. Aber dies sind keine normalen Umstände. Der Markt funktioniert nicht richtig.”

Der Rettungsplan stößt auch in Bushs eigener Partei auf harsche Kritik.