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Größte Bankenpleite in US-Geschichte

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Größte Bankenpleite in US-Geschichte

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Die Bankenkrise hat ein weiteres Opfer gefunden: Washington Mutual, in besseren Zeiten einmal die größte Sparkasse der USA: Es ist der größte Bankenzusammenbruch in der amerikanischen Geschichte.

Washington Mutual wurde von der Sparkassenaufsicht geschlossen und ging dann sofort in einem Notverkauf zu weiten Teilen an JP Morgan Chase. Die Großbank zahlt dafür 1,3 Milliarden Euro.

Wohl auch deswegen tragen zumindest die befragten der mehr als vierzigtausend Mitarbeiter den Zusammenbruch bisher mit Fassung. “Klar gibt es ein paar Unsicherheiten und ein paar Fragen”, sagt einer von ihnen in New York, “und ich bin schon ein bisschen nervös; das ist nun mal so, wenn eine große Firma aufgekauft wird. Ob jetzt Köpfe rollen? Weiß man nicht so, aber unsere Chefs und die Leute da oben machen das schon.”

“Die Firma zahlt richtig gute Abfindungen”, meint eine Kollegin; “und ich glaube, das wird auch nach einer Fusion so bleiben.”

Auf den Verkauf hatte die Einlagensicherung FDIC gedrängt: Wegen der Bankenpleiten der letzten Monate hätte die Behörde selbst ein Einspringen nicht verkraftet.

Washington Mutual hatte auf dem Hypothekenmarkt Milliardenverluste erlitten und den Großteil des Börsenwerts eingebüßt. Zum Schluss hoben Kunden Milliarden an Guthaben ab; der Notverkauf war der einzige Ausweg. Die Kundeneinlagen sind nach Behördenangaben damit gesichert.