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Spannung vor Nationalratswahl in Österreich

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Spannung vor Nationalratswahl in Österreich

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Der Wahlkampf in Österreich nähert sich dem Ende: Wer aber künftig regieren wird, ist auch so kurz vor der Nationalratswahl am Sonntag offen.

Nach zwei Jahren Großer Koalition sind für Sozialdemokraten und Volkspartei Verluste sicher. Hohe Gewinne zeigen die Umfragen dagegen für die rechten Parteien, vor allem die FPÖ von Heinz-Christian Strache. Nicht allen gefällt das:

“Er ist mir zu extrem und populistisch bis geht nimmer mehr”, sagt eine ältere Frau in Wien; “und so habe ich das nicht gern. Ich nehme ihn überhaupt
nicht ernst, sozusagen.”

“Das ist ziemlich bedenklich”, meint eine junge Frau, “dass der Herr Strache schon wieder ziemlich viel Zulauf haben wird. Ich wünsche mir aber trotzdem keine Große Koalition im Moment.”

Mit fast zwanzig Prozent könnten Straches Freiheitliche derzeit rechnen; und auch das Bündnis Zukunft Österreich des früheren FPÖ-Politikers Jörg Haider würde kräftig zulegen.

Der Politikwissenschaftler Christoph Hofinger vom Wiener SORA-Institut stellt fest: Zusammen kämen die rechten Parteien damit auf genauso viele Stimmen wie die FPÖ schon einmal Ende der Neunziger: bei der Wahl 1999 27 Prozent.

Diesmal will aber keine der großen Parteien ein Bündnis mit den Rechten. Die Meinungsforscher halten sowieso noch einiges an Überraschungen für möglich: Rund eine Million Österreicher wissen noch gar nicht, was sie am Sonntag wählen werden.