Eilmeldung

Eilmeldung

Angst an Börsen vor Scheitern von US-Rettungsplan - Bankenwerte abgestraft

Sie lesen gerade:

Angst an Börsen vor Scheitern von US-Rettungsplan - Bankenwerte abgestraft

Schriftgrösse Aa Aa

Die Angst vor einem möglichen Scheitern des Rettungspakets für die US-Finanzbranche hat die Kurse an den internationalen Börsen weiter fallen lassen. Frankfurt und Zürich schlossen mit Verlusten von mehr als anderthalb Prozent. Erneut wurden Bankenwerte abgestraft, einige Titel verloren zweistellig.

Es gebe noch zu viel Unsicherheit in den Märkten, meinte ein Händler in London. Die Krise sei noch längst nicht ausgestanden. Derzeit hoffe jeder auf den Rettungsplan – und sei es nur, um eine weitere Etappe der Misere zu markieren.

Unterdessen pumpten die Notenbanken weitere Liquidität in die Geldmärkte. Die EZB stellte ein Volumen von 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Federal Reserve betonte, die Zentralbanken stünden für weitere Aktionen bereit. Der Geldmarkt ist nach der Serie von Bankenpleiten in den USA derzeit praktisch leergefegt.

Diese Serie setzte sich mit dem Bankrott der größten Sparkasse Washington Mutual fort. Das Institut wurde in einem Notverkauf von der Großbank JP Morgan Chase aufgefangen. Diese zahlt für die von Washington Mutual übernommenen Einlagen den Schnäppchenpreis von 1,3 Milliarden Euro.

Angesichts der aktuellen Krise geben sich die betroffenen Angestellten beinahe schon gelassen.
Man sei zwar ein wenig nervös, aber das sei eben so, wenn man aufgekauft werde, sagte einer in New York. Ob jetzt Köpfe rollen, sei offen. Die Leute in den Chefetagen würden das schon machen.

Dieses Vertrauen ist an der Wall Street weitgehend verschwunden. Anleger zeigten sich alles andere als zuversichtlich