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Bankenkrise überschattet auch US-Wahlkampf

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Bankenkrise überschattet auch US-Wahlkampf

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Auch der Präsidentschaftswahlkampf in den USA wird inzwischen durch die Bankenkrise geprägt. Zu einem Krisengespräch im Weißen Haus waren beide Bewerber geladen.

Es ging um den Rettungsplan für die amerikanischen Banken, den die Regierung schnell auf den Weg bringen will – der sich aber im Kongress festgefahren hat.

John McCain will dort helfen, ihn durchzubringen, und ist deshalb aus dem Wahlkampf nach Washington geflogen. “Es gibt Fortschritte”, sagt der Präsidentschaftsbewerber der Republikaner; “ich bin zuversichtlich, dass wir uns einigen. Was ich dazu beigetragen habe, sollen andere beurteilen. Ich tue jedenfalls weiterhin das, was ich für richtig für das Land halte.”

Damit reagiert McCain auf den Vorwurf, sein Aufruf zum Stopp des Wahlkampfs sei angesichts schlechter Umfragen nur ein fauler Trick gewesen.

Barack Obama, sein Gegner von den Demokraten, spricht von einer Vermischung von Wahlkampf und schwierigen Verhandlungen, die nicht weiterhelfe. Und er sagt: “In vier Monaten muss einer von uns beiden mit dem Chaos umgehen. Das Volk muss erfahren, wohin wir das Land führen und an was wir glauben.”

Klarheit soll heute nacht das erste von drei Fernsehduellen bringen. Ob es aber zustande kommt, ist weiter unklar. McCain macht seine Reise in den Staat Mississippi von den Fortschritten in Washington abhängig. Obama will zu der Debatte dagegen auf jeden Fall erscheinen – egal ob McCain nun kommt oder nicht.