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Russland will nukleare Abschreckung verstärken

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Russland will nukleare Abschreckung verstärken

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Was Russlands Präsident von seiner Armee gesehen
hat, muss ihm wohl nicht immer gefallen haben: Bei dieser Übung im Südural jedenfalls kündigt Dmitri Medwedjew große Vorhaben an. Er will, dass bis 2020 Russland das Arsenal seiner nuklearen Abschreckung modernisiert, inklusive einer weltraumgestützten Raketenabwehr und neuer Kriegsschiffe, vor allem Atom-U-Boote. Bis zum Jahresende sollen ihm seine Generäle dafür einen Plan vorlegen.

Zuvor hatte Medwedjew Hugo Chávez getroffen, seinen Kollegen aus Venezuela. Beide Länder sind sich in vielem einig: Nun besiegelten sie zum einen eine engere Zusammenarbeit bei der Öl- und Gasförderung; der russische Gasprom-Konzern wird demnach schon in einem Monat mit Bohrungen vor der venezolanischen Küste beginnen.

Außerdem wird Venezuela von Russland weitere Waffen kaufen. Zu diesem Zweck bekommt es einen
hohen Kredit. Auch die militärische Zusammenarbeit
wird vertieft: So sind russische Kriegsschiffe auf dem Weg nach Venezuela, zu einem gemeinsamen Manöver. Diesen Monat hatte Russland auch schon zwei Langstreckenbomber zu einem Besuch nach Venezuela geschickt.